Projektdetails
Beschreibung
Ziel dieses Forschungsprojektes ist die Differenzierung von alternativ haltbargemachten [1] Orangen- bzw. Apfelsäften, konventionell pasteurisierter Säfte und dem Rohsaft, sowohl in Bezug auf ihre Schlüsselaromastoffprofile und sensorischen Profile als auch bezüglich ihrer analytischen Unterscheidbarkeit. Letzteres wird mittels Validierung spezifischer Markerverbindungen über die Haltbarkeitsdauer und in Säften, die mit einem Kombinationsverfahren hergestellt wurden umgesetzt. Zudem soll eine Analysemethode geschaffen werden, die ein schnelles Prüfinstrument für die Qualitätskontrolle und die Lebensmittelüberwachung darstellt und zur Aufdeckung und Verhinderung von Verbrauchertäuschung beitragen soll.
[1] Mittels Hochdruckbehandlung und Behandlung mit gepulsten elektrischen Feldern
[1] Mittels Hochdruckbehandlung und Behandlung mit gepulsten elektrischen Feldern
Wichtigste Erkenntnisse
Das Forschungsvorhaben identifizierte Markerverbindungen, die eine Unterscheidung zwischen thermisch pasteurisierten, HPP- und PEF-behandelten gekühlten Direktsäften ermöglichen. Bei Orangensaft konnten zwei flüchtige Marker validiert werden: Vanillin, dessen erhöhte Konzentration auf eine thermische Behandlung hinweist, und (S)-Carvon, das in signifikant höheren Konzentrationen bei HPP-behandeltem Saft nachgewiesen wurde. Die Kombination dieser beiden Marker erlaubt zudem Rückschlüsse auf eine doppelte Behandlung, da eine erhöhte (S)-Carvon-Konzentration auf HPP hinweist, während der Vanillin-Gehalt eine vorherige thermische Behandlung erkennbar macht.
Auch bei Apfelsaft konnten flüchtige Marker zur Differenzierung der Verfahren identifiziert werden. 3H-2-Benzofuran-1-on, Ethylhexanoat und 1-Octen-3-on wurden als Indikatoren für thermische Belastung validiert. Darüber hinaus konnte Ethylhexanoat zur Unterscheidung zwischen HPP- und PEF-Säften genutzt werden, während 3H-2-Benzofuran-1-on auf eine doppelte thermische Behandlung hinweisen kann.
Zusätzlich wurden nicht-flüchtige Marker mit einem non-targeted Ansatz ermittelt. Für Orangensaft konnten zwei Marker für HPP, zwei für PEF und zwei für die thermische Behandlung validiert werden, von denen einige auch in kommerziellen Industriesäften nachgewiesen wurden. Für Apfelsaft konnte ein Marker für HPP-/PEF-Behandlung sowie ein spezifischer Marker für PEF identifiziert werden. Diese Markerverbindungen wurden hinsichtlich ihrer elementaren Zusammensetzung charakterisiert, um einen Datenbankabgleich zu ermöglichen.
Die Ergebnisse wurden über die Lagerdauer hinweg sowie in doppelt behandelten Säften überprüft, jedoch ist eine weitere Validierung mit größerer Stichprobenzahl notwendig, um allgemeingültige Aussagen zu treffen. Während eine klare Abgrenzung thermisch behandelter Säfte von HPP-Säften möglich ist, ließ sich PEF aufgrund der höheren Temperaturen während der Behandlung nicht eindeutig von rein thermischen Verfahren unterscheiden. Die identifizierten Markerverbindungen könnten künftig zur Lebensmittelüberwachung und zur Vermeidung irreführender Vermarktung im Bereich der schonend pasteurisierten, gekühlten Direktsäfte beitragen.
Auch bei Apfelsaft konnten flüchtige Marker zur Differenzierung der Verfahren identifiziert werden. 3H-2-Benzofuran-1-on, Ethylhexanoat und 1-Octen-3-on wurden als Indikatoren für thermische Belastung validiert. Darüber hinaus konnte Ethylhexanoat zur Unterscheidung zwischen HPP- und PEF-Säften genutzt werden, während 3H-2-Benzofuran-1-on auf eine doppelte thermische Behandlung hinweisen kann.
Zusätzlich wurden nicht-flüchtige Marker mit einem non-targeted Ansatz ermittelt. Für Orangensaft konnten zwei Marker für HPP, zwei für PEF und zwei für die thermische Behandlung validiert werden, von denen einige auch in kommerziellen Industriesäften nachgewiesen wurden. Für Apfelsaft konnte ein Marker für HPP-/PEF-Behandlung sowie ein spezifischer Marker für PEF identifiziert werden. Diese Markerverbindungen wurden hinsichtlich ihrer elementaren Zusammensetzung charakterisiert, um einen Datenbankabgleich zu ermöglichen.
Die Ergebnisse wurden über die Lagerdauer hinweg sowie in doppelt behandelten Säften überprüft, jedoch ist eine weitere Validierung mit größerer Stichprobenzahl notwendig, um allgemeingültige Aussagen zu treffen. Während eine klare Abgrenzung thermisch behandelter Säfte von HPP-Säften möglich ist, ließ sich PEF aufgrund der höheren Temperaturen während der Behandlung nicht eindeutig von rein thermischen Verfahren unterscheiden. Die identifizierten Markerverbindungen könnten künftig zur Lebensmittelüberwachung und zur Vermeidung irreführender Vermarktung im Bereich der schonend pasteurisierten, gekühlten Direktsäfte beitragen.
Födermittelgeber
BMWK - IGF - AiF - FEI
Förderprogramm
Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF)
| Titel | Differenzierung konventionell pasteurisierter und alternativ haltbargemachter Orangen- und Apfelsäfte mittels Charakterisierung des flüchtigen und nicht flüchtigen Metaboloms sowie des flüchtigen Sensoboloms |
|---|---|
| Status | Abgeschlossen |
| Tatsächlicher Beginn/ -es Ende | 1/09/18 → 28/02/22 |
Projektbeteiligte
- Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (Projektpartner )
- Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München (Leitung)
UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung
2015 einigten sich UN-Mitgliedstaaten auf 17 globale Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) zur Beendigung der Armut, zum Schutz des Planeten und zur Förderung des allgemeinen Wohlstands. Die Arbeit dieses Projekts leistet einen Beitrag zu folgendem(n) SDG(s):
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SDG 12 – Verantwortungsvoller Konsum und Produktion
Fingerprint
Erkunden Sie die Forschungsthemen, die von diesem Projekt angesprochen werden. Diese Bezeichnungen werden den ihnen zugrunde liegenden Bewilligungen/Fördermitteln entsprechend generiert. Zusammen bilden sie einen einzigartigen Fingerprint.
Publikationen
- 1 Artikel
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Using a combined volatilomics and sensomics approach to identify candidate markers for the differentiation of variously preserved not from concentrate (NFC) orange juices
Bauersachs, E. (Erstautor/-in), Dunkel, A. (Co-Autor/-in), Mall, V. (Co-Autor/-in), Reglitz, K. (Co-Autor/-in) & Steinhaus, M. (Letztautor/-in), 15 Juli 2025, in: Food Chemistry. 480, 143966.Publikation: Beitrag in Fachzeitschrift › Artikel › Begutachtung
Open Access5 Zitate (Scopus)
Aktivitäten
- 1 Vortrag
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Differentiation of variously preserved orange and apple juices on the basis of the volatile meta- and sensobolome
Bauersachs, E. (Redner/-in)
13 Juni 2022Aktivität: Gastvortrag oder Veranstaltungsbeitrag › Vortrag